Was ist Inklusion?
Wer/ Was soll/muss inkludiert werden?
Alle die nicht ein Europäischer oder Nordamerikanischer Durchschnittsmann sind, also nicht:
weisse Hautfarbe haben
jung sind (25-50)
einen Body-Mass-Index zwischen 17 und 25 haben (BMI-Rechner)
männlich sind
westeuropäisch, kanadisch oder amerikanisch sind
einer der drei Hauptreligionen angehören (christlich, moslemisch, buddhistisch)
einer der zwei politischen Hauptrichtungen angehört (republikanisch-konservativ/ christlich demokratisch, sozial-demokratisch)
durchschnittlich gebildet sind (nicht zuviel und nicht zuwenig, IQ zwischen 85-115)
archisch (cholerisch)/dynamisches (sanguinisches) Temperament haben
heterosexuell sind
monogam verheiratet sind
körperlich und geistig unversehrt sind
mittleres regelmässiges Einkommen haben
angestellt (abhängig beschäftigt) sind.
Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 in Frankreich galt nicht für Frauen, Fremde, Menschen ohne Eigentum, Kinder und Geisteskranke. Seitdem wurde diese Erklärung immer wieder erweitert.
Also Inklusion ist bei allen Andersartigkeiten gefordert, wie:
Alter
50 plus
25 minus
Herkunft
Migration (Metöke, ungeliebte Fremde)
Religion
Gender
Frauen
Homosexualität
Transgender
Begabung und Behinderung
Hochbegabung und Underachiever
Lernen
Sehen
Hören
Sprache
körperliche/motorische Entwicklung
Geistige Entwicklung
Emotionale/ soziale Entwicklung
Kranke
Multiple Behinderung
Kultur und Geschmack
Körperbehaarung
Körperschmuck
Kleidung
Soziale Gruppen oder Jugendbewegungen (von Popper bis Punk)
Was ist Inklusion nicht?
Ausschluss (Exklusion)
Ignoranz
Abschaffen
vorgeburtliche Prävention (vgl. Diskussion um die Vorhersage von Trisomie 21) auf Grund von Pränataldiagnostik
Vernichten
Abschieben
Mitleid
„Sonderbehandlung“ (Separation, Segregation)
„Förder-“ Anstalten, Sonderschulen, Heime
Finanzieller Ausgleich
Mimesis (Integration)
Normalisieren (Krücken, Ritalin) Symbol: Maus
Sonderrollen (Schauspieler, Politiker) Symbol: Affe, Giraffe
Duldung
Normalisierung
Heil- und Hilfsmittel
Förderung
„Aber auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein“
„Krüppel“ ein Begriff von der ersten Anerkennung als Krüppelbewegung zum Geusenwort
Behinderung, Gehinderung, Enthinderung
Wie soll inkludiert werden?
Grundregeln
Availability (Verfügbarkeit)
Access (Zugänglichkeit und Barrierefreiheit)
Acceptability (Annehmbarkeit) und
Adaptability (Adaptierbarkeit)
Grundhaltung
Du bist da, ich sehe dich!
Du bist wertvoll und wichtig!
Du bist besonders und einzig!
Du gehörst dazu, du bist am richtigen Platz!
Du hast etwas beizutragen!
Typische Begriffe
Wahrnehmung
Eingliederung
Besonderheiten für die Betroffenen gewinnbringend vermarkten
Rücksicht
Ansprüche stellen
Anerkennung
Kompetenzansatz
Unterstützung
Enthindern
Empowerment
Krisenbewältigung
Didaktische Ansatzpunkte für Inklusion
Medien
Leidmedien – Über Menschen mit Behinderung berichten
Der Schmetterlingszirkus (The Butterfly Circus) Teil 1 (Nick Vujicic)
Der Schmetterlingszirkus (The Butterfly Circus) Teil 2 (Nick Vujicic)
Down Syndrom (Quarks und Co) Didaktik ab 20:00
„Klassenleben“-Film über ein inklusives Projekt
Geschichte schulischer Integration
Gerald Hüther: Jedes Kind ist hochbegabt.
Heinrich Böll Stiftung zum Thema „hochinklusiv“
„Initiative Inklusion“ der Bundesregierung
Richtlinie (mit Berichtsformularen) auch hier
Best Practice: Schulen
Steinhart: Praxis trifft Inklusion
Auszug. Folgen für die Veränderung der Arbeitsbedingungen: „
Die Hilfeempfängerin wird zur Bürgerin mit uneingeschränkten Rechten, der auf Augenhöhe begegnet werden muss.
Die Wünsche der Menschen mit Behinderungen gehen weg von der „Fürsorge“ und „Fremdbestimmung“ in einem wesentlich aus Helfersicht definierten Setting hin zu einem individuellen und selbstbestimmten Assistenzbedarf in einem individuellen Setting.
Zukünftig wird das Erbringen „fallunspezifischer Leistungen im Gemeinwesen“ und das oben beschriebene „Networking“ bis zu 50 Prozent Anteil an den professionellen Aufgaben bekommen.
Aufgrund des sich verändernden „Settings“ der professionellen Arbeit werden auch die Prüfinstanzen einer gelingenden professionellen Dienstleistung verschoben werden, weg von Instanzen wie der Heimaufsicht hin zum Verbraucherschutz und unabhängigen Beschwerdestellen. Hierbei wird verstärkt auf Ergebnisqualität und den Nutzen für den Einzelnen geachtet werden.
Die Orte der Arbeit werden nicht mehr die eher institutionalisierten „Orte zum Leben“ sein, die sich vielfach durch Exklusion oder Sonderwelten auszeichnen, sondern sich hin zur Arbeit direkt im Ort, also im Gemeinwesen, in normalen Lebens- und Arbeitswelten, verändern.
Statt in egalitärer Teamarbeit werden die Arbeitsprozesse sehr stark Hilfeempfängerorientiert und vermutlich stark arbeitsteilig ablaufen.
Auch die Arbeitsbedingungen werden sich verändern: Es wird eine Bewegung entstehen vom „Normal-Arbeitsverhältnis“ mit zeitlich, örtlich und inhaltlich stabilen Bedingungen, die leicht berechenbar sind, hin zu einer umfassenden Mobilität und Flexibilität, mit zeitlich, örtlich und inhaltlich variablen Arbeitsbedingungen, die schwer zu berechnen sind.“
vgl. Persönliches Budget



